Africa Cup of Nations
von Stefanie Conrad
Donnerstagnachmittag in Dakar: Die sonst total verstopften Strassen sind wie ausgestorben. Irritiert fahre ich durch die leeren Grossbaustellen, aus denen die Stadt momentan besteht, bis ich in meine Wohnstrasse einbiege und mir klar wird: Fussball! Vor mehreren Haeusern in der Strasse sitzen Leute, um sich das Spiel anzuschauen. An der Enttaeuschung in den Gesichtern sehe ich den Spielstand an. Bevor ich in meine Einfahrt einbiege, hat sich eine Gruppe Fussballzuschauer zum Gebet niedergekniet, waehrend aus der alten Roehre laut die frustrierten Rufe des Fernsehkommentators toenen. “Der Marabout hat das Team nicht gut genug gesegnet,” witzelt mein senegalesischer Nachbar, als er mich sieht. “Die haben uns total verhauen die Malier”, sagt Fanta, die gute Seele meines Haushalts mit Traenen in den Augen. Meine Jungs haben ihre Fussballtrikots an und sitzen vorm Fernseher. Fussball bleibt Fussball – ob in Deutschland oder im Senegal.







