Autoren Archiv - alle Artikel von Roland Angerer

 
 

Zum Lachen

von Roland Angerer

Lachender Junge, IndienIch glaube, jetzt habe ich es geschafft. Neulich hatten wir eine der monatlichen Sitzungen unseres Management-Komitees, und nach eineinhalb Jahren in Indien hatte ich zum ersten Mal das Gefuehl, so richtig in die Gruppe integriert und akzeptiert zu sein.

Woher ich das wissen will? – Ich habe einen Witz erzaehlt, und alle haben gelacht!

Nicht dieses Lachen, bei dem man/frau ein gequaeltes “Haha” zwischen den Zaehnen hervorpresst, weil der Chef was gesagt hat, das nur er komisch findet. Auch nicht die Situation, in der einige losbruellen, aber andere den Blick senken, weil sie sich peinlich beruehrt fuehlen oder gar zur Zielscheibe des Witzes werden.


Den ganzen Beitrag lesen »

Gedanken über Pakistan

von Roland Angerer

Plan Mansehra, PakistanDas war schon ein Schock, als wir die Nachricht von der Tragoedie in unserem Nachbarland Pakistan bekamen! Ich habe mir versucht vorzustellen, was ich so fuehlen wuerde, wenn ploetzlich zwoelf schwerbewaffnete Maenner in mein Buero stuermten und wild um sich zu schiessen begaennen, so wie das im Februar in dem Programmbuero Mansehra in Pakistan passierte.

Das traurige Ergebnis: vier Tote (drei Plan-Mitarbeiter und ein Freiwilliger aus einer Gemeinde), eine Reihe Schwerverletzter und ein niedergebranntes Buerogebauede, nachdem die Attentaeter einige Handgranaten hineingeworfen hatten, bevor sie verschwanden.


Den ganzen Beitrag lesen »

Der kleine Mann aus Ongole

von Roland Angerer

Kinder-Club in IndienKinder ueberraschen mich immer wieder. Selbst nach vielen Jahren der Entwicklungsarbeit mit und fuer Kinder finde ich mich oft in Situationen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Neulich war ich in Ongole, einer Bezirkshauptstadt im suedindischen Bundesstaat Andra Pradesh. Dort hatten sich rund 250 Kinder und Jugendliche aus allen Teilen des Staates versammelt. Sie kamen in Vertretung von mehr als 70 Clubs und Gruppen – viele von ihnen unterstuetzt durch Plan, um ueber die Lage der Kinder zu sprechen und die PolitikerInnen der Region auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Ehe das offizielle Protokoll begann, baten mich die VeranstalterInnen, Fragen der Kinder zu beantworten. Ich stimmte zu, und innerhalb einer Minute sah ich mich von zwei Gruppen von Kindern umringt – rund 25 Buben links und 25 Maedchen rechts. Sie waren ungestuem dabei, eine Reihe zu bilden, weil jede/r zuerst seine/ihre Fragen loswerden wollte.


Den ganzen Beitrag lesen »