Autoren Archiv - alle Artikel von May Evers

 
 

Drüber, drunter – und durch: Die Asche-Wolke

von May Evers

Eine Konferenz mit europäischen Plan-Kollegen in Brüssel bescherte uns einen abenteuerlichen Heimweg. Es fing alles ganz  normal an:  Zwei Tage lang haben wir mit Kolleginnen und Kollegen aus insgesamt 14 Plan-Büros  eigene und gemeinsame Kampagnen-Ideen ausgetauscht und überlegt, wie wir gemeinsam auf  die Lobby-Arbeit für Plan europäischer Ebene vorantreiben können. Das Treffen war sehr inspirierend und erfolgreich.

Der zweite Tag wurde allerdings buchstäblich überschattet – nämlich von der sich nähernden Asche-Wolke des – dieses Mal aussprechbaren – isländischen Vulkans Grimsvötn. Ab Mittag mehrten sich die Gerüchte, dass Flüge gestrichen und Flughäfen gesperrt würden. Allerdings wusste niemand so recht Genaueres. Auch nicht, wie sich die Situation bis zum Abend, wenn die meisten von uns zurück nach Hause fliegen würden, verändern würde. Schon auf dem Weg zum Flughafen erreichte uns dann die Nachricht: Unser Flug von Brüssel nach Hamburg war gestrichen. Vor uns hatte es die schwedische Kollegin “erwischt”, wenige Minuten später hatten die Kollegen aus Norwegen keinen Heimflug mehr. Was tun?


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Jugendklimagipfel in Bolivien II

von May Evers

30 Milliarden Dollar bekommen die armen Länder von den Industrienationen, damit sie sich an den Klimawandel anpassen können.  Am Finanzierungsplan wird zur Zeit in Bonn gearbeitet. Das Geld wird allerdings längst nicht ausreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen.  Das ist besorgniserregend. Auch für die jungen Bolivianer/innen, die vor einem Monat die “Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel” besuchten.

 

Gustavo Trigo, Programmdirektor, Plan Bolivien: Heute Morgen machten wir uns gespannt auf zum Stadion, in dem die Eröffnungsfeier stattfand. Meine jungen Partner haben mich ganz schön überrascht, als einige von ihnen in ihren schönsten traditionellen Kleidern auftauchten. Überall sind wir aufgefallen, vor allem die Mädchen bekamen unzählige Komplimente und immer wieder wurden sie fotografiert.

Zur Eröffnungsfeier passte das wunderbar. Tausende Menschen aus aller Welt tummelten sich im Stadion und verfolgten ein Programm aus Musik, Tänzen und traditionellen Zeremonien, bevor der offizielle Teil begann. Aber die jungen Reporter hatten keine Zeit zu verlieren – sie suchten schon während der Feier nach interessanten Gesprächspartnern für ihre Interviews.

Das war eine gute Idee, denn vor den offiziellen Reden und Diskussionsrunden nahmen sich selbst einige unserer Minister ein paar Minuten Zeit, um die Fragen der Mädchen und Jungen zu beantworten. Ich bewunderte, wie selbstsicher sie auf die Politiker zugingen. Ob Bildungs-, Außen- oder Umweltminister – alle waren sich einig, dass im Kampf gegen den Klimawandel nichts ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen läuft und ihre Stimme nicht überhört werden darf.

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Jugendklimagipfel in Bolivien

von May Evers

Die UN-Klimarunde in Bonn soll die konkreten Finanzzusagen an die Entwicklungsländer verhandeln. Angesichts des gescheiterten Klimagipfels  im Dezember 2009 ist die Skepsis über ein zufriedenstellendes Ergebnis groß.  Ganz anders sah es beim Jugendklimagipfel in Bolivien vor einem Monat aus:

Gustavo Trigo, Programmdirektor, Plan Bolivien: In den nächsten Tagen schaut die Welt auf Bolivien – zumindest fühlt sich das hier gerade danach an. Die “Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel“ – eine Antwort auf den umstrittenen UN-Klimagipfel in Kopenhagen – bringt Menschen aus allen Teilen der Welt in unser Land. Morgen ist es soweit, drei Tage lang wird über Vorschläge zur Eindämmung des Klimawandels beraten. Wir haben große Erwartungen und hoffen auf gute Ergebnisse.

Internationale Sitzungen und Veranstaltungen habe ich durch meine Arbeit für Plan schon einige hinter mir, aber das hier ist etwas anderes: Dieses Mal begleite ich  eine Gruppe junger Reporterinnen und Reporter und ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit diesen engagierten jungen Leuten.

Kinder und Jugendliche wirken mit
Kinder und Jugendliche beteiligen – das ist einer der Grundsätze von Plan. Dazu gehört auch die Förderung von Kindermedien. Eine internationale Gruppe junger Plan-Journalisten nahm schon im letzten Jahr am Klimagipfel in Kopenhagen teil – und das mit großem Erfolg. Die Mitwirkung an einer so wichtigen Konferenz im eigenen Land ließen sich die Mädchen und Jungen aus unseren Programmgebieten natürlich nicht nehmen.

Unsere Gruppe ist sehr gemischt: Die jungen Journalistinnen und Journalisten kommen aus verschiedenen Regionen Boliviens und gehören ganz unterschiedlichen Volksgruppen an. Aber zwei wichtige Dinge haben alle gemeinsam: ihr Interesse an spannenden Geschichten und ihre Sorgen über den Klimawandel, den viele von ihnen tagtäglich zu spüren bekommen.


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Vietnam: Ein Tag mit Dong

von May Evers

Wie sieht eigentlich der Arbeitstag eines Gemeinde-Koordinators aus? Wir haben Plan Mitarbeiter Dong aus Vietnam gefragt. Dong arbeitet seit Mai 2008 für Plan Vietnam als Community Development Facilitator (CDF) in der Provinz Kon Tum in der Gemeinde Mang Canh und ist dort für die Durchführung und Betreuung von Projekten zuständig.

Meine Hauptaufgabe ist die Entwicklung und Durchführung von Projekten. Außerdem unterstütze ich die Mitarbeiter bei der Patenkindbetreuung. Mindestens dreimal pro Woche fahre ich mit meinem Motorrad weite Strecken durch das gebirgige Hochland, um in den Dörfern nach dem Rechten zu schauen. Je mehr ich mit den Menschen aus der Gemeinde zusammenarbeite, umso wichtiger werden sie mir.

Mein Tag in Mang Mo
Heute besuche ich Mang Mo, eines von zehn Dörfern in der Mang Canh Gemeinde. Dort nehme ich eine Liste mit, auf der die Schüler registriert sind, die ein Schulstipendium erhalten. Die Fahrt dauert fast eine Stunde mit dem Motorrad auf der nassen, rutschigen Straße. Auf meinem Weg zu Mang Mo mache ich einen Abstecher zu einem Gemeindekomitee, wo ich mit den Mitgliedern Informationen über den Fortschritt der laufenden Aktivitäten austausche.

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Der erste Spatenstich – Wiederaufbau von Schulklassen in Haiti

von May Evers

Amy Wang von Plan USA unterstützt unsere Kolleginnen und Kollegen in Haiti. Hier ihre Beschreibung.

Ich sitze auf einem Mauervorsprung bei der L’Ecole Frere Clement, eine der Schulen, die Plan in Jacmel im Südosten von Haiti unterstützt. Es ist fast Mittagszeit. Das bedeutet, dass in der Schule, die das Gebäude nutzt, der Unterricht zuende geht und die nächste Schule am Nachmittag mit dem Unterricht beginnt.

Kinder in blaukarierten Uniformen – oder Gelb und Grün, je nachdem zu welcher Schule sie gehören -  strömen an mir vorbei. Sie rufen entweder „bonjour!“ oder winken schüchtern. Die Mutigeren unter ihnen rufen „blan!“. Und ganz egal wie gut ihr Französisch oder Englisch ist, fast alle schenken mir ein breites Lächeln, während sie gleichzeitig überlegen was ich hier mache.

Zelt-Klassenräume werden ersetzt

Heute ist ein besonderer Tag, weil wir mit dem Bau der Übergangsgebäude beginnen, die nach und nach die Zelte und Sonnenschutzplanen ersetzen sollen, die Plan als Soforthilfemaßnahme aufgestellt hatte. Unsere Übergangsklassenräume sind stabiler. Sie gelten nach den Standards als Hurrikan- und Erdbebensicher. Im Juni startet die Hurrikan-Saison, deshalb ist es mehr als dringend, dass sie so schnell wie möglich gebaut werden.

In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium haben wir die Standorte für diese Klassenräume identifiziert. Das Pilotgebäude für L’Ecole Frere Clement soll als Modell für weitere Klassenräume dienen.

Der erste Spatenstich
Trotz der unerträglichen 35 Grad, sind alle ganz aufgeregt, weil nach der Arbeit des letzten Monats, heute endlich der erste Spatenstich gemacht wird. Ein Team setzt schon in der provisorischen Werkstatt den Dachstuhl zusammen und andere Arbeiter messen das Fundament aus.

Unterstützung von Experten
Architekt Jack Ryan hat die Baupläne entworfen und überschaut das Projekt. Er wird in den nächsten zwei Wochen mit den einheimischen Bauarbeitern zusammenarbeiten, um sicher zu stellen, dass die Arbeiter das entsprechende Know-how erlangen, um den Vorgaben folgen zu können. Es gilt die baulichen Fehler zu  vermieden, die zu der Katastrophe nach dem Erdbeben führten.

Als Baumaterial wird in erster Linie Holz benutzt, weil es flexibel und gleichzeitig stabil ist und deshalb Naturkatastrophen eher stand halten kann. Dazu kommen leichte Wellblechdächer, die weiß gestrichen werden, um die Hitze abzuhalten. Beton wird nur für das Fundament der Schule benutzt.

Haiti: Clowns bringen die Kinder zum Lachen

von May Evers

Clowns zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder, die vom Erdbeben in Haiti betroffen sind. Dank einer Partnerschaft zwischen Plan und “Clowns Ohne Grenzen“.

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