Jugendklimagipfel in Bolivien II
von May Evers30 Milliarden Dollar bekommen die armen Länder von den Industrienationen, damit sie sich an den Klimawandel anpassen können. Am Finanierungsplan wird zur Zeit in Bonn gearbeitet. Das Geld wird allerdings längst nicht ausreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen. Das ist besorgniserregend. Auch für die jungen Bolivianer/innen, die vor einem Monat die “Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel” besuchten.
Gustavo Trigo, Programmdirektor, Plan Bolivien: Heute Morgen machten wir uns gespannt auf zum Stadion, in dem die Eröffnungsfeier stattfand. Meine jungen Partner haben mich ganz schön überrascht, als einige von ihnen in ihren schönsten traditionellen Kleidern auftauchten. Überall sind wir aufgefallen, vor allem die Mädchen bekamen unzählige Komplimente und immer wieder wurden sie fotografiert.
Zur Eröffnungsfeier passte das wunderbar. Tausende Menschen aus aller Welt tummelten sich im Stadion und verfolgten ein Programm aus Musik, Tänzen und traditionellen Zeremonien, bevor der offizielle Teil begann. Aber die jungen Reporter hatten keine Zeit zu verlieren – sie suchten schon während der Feier nach interessanten Gesprächspartnern für ihre Interviews.
Das war eine gute Idee, denn vor den offiziellen Reden und Diskussionsrunden nahmen sich selbst einige unserer Minister ein paar Minuten Zeit, um die Fragen der Mädchen und Jungen zu beantworten. Ich bewunderte, wie selbstsicher sie auf die Politiker zugingen. Ob Bildungs-, Außen- oder Umweltminister – alle waren sich einig, dass im Kampf gegen den Klimawandel nichts ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen läuft und ihre Stimme nicht überhört werden darf.
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