Babys, Muttermilch und Wellen
von Matthias Wevelsiep
Kürzlich war ich in Senegal und habe dort Aly kennengelernt, als ich ihn nach dem Weg gefragt habe. Er sei gerade Vater geworden, erzählte mir Aly auf einer Seitenstrasse in Dakar, und da auch in meiner Familie ein Baby erwartet wurde, lud er mich spontan auf einen Drink ein.
Dabei erzählte er mir von folgender Tradition: Sein Baby heiße noch “Fremder”, weil es den Namen erst bei der Namensfeier bekomme. Er sei gerade am Ozean gewesen und habe ein bisschen Muttermilch in die Wellen tropfen lassen, damit die Welt gut auf sein Baby aufpasse.







