Autoren Archiv - alle Artikel von Marc Tornow

 
 

Grenzläufe im Überschwemmungsgebiet

von Marc Tornow

Als längster Fluss Südostasiens ist der Mekong die Lebensader für Millionen Menschen. In der Regenzeit steigt sein Pegel oft dramatisch an und wird Ende 2011 – wie ich im vietnamesisch-kambodschanischen Grenzgebiet erfahren muss – zur zerstörerischen Gefahr.


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Dhaka ist kein Kinderspiel

von Marc Tornow

Mit emotionalen Paukenschlägen erwartet Dhaka seine Besucher. In der Hauptstadt Bangladeschs tummeln sich Millionen Menschen – auf den Straßen der Metropole wird gehandelt und gekocht. Doch die Wege sind oft verstopft und die Bewohner müssen versuchen, so gut es geht ihren Geschäften nachzugehen. Das scheint fast unmöglich, denn tagsüber stecken Rikschas, Autos, Busse und Lastwagen regelmäßig im Stau fest. Mittendrin suchen Hunderttausende Kinder ihr Auskommen.
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Achterbahn auf dem Dach Afrikas

von Marc Tornow

Äthiopien überwältigt mit einer Jahrtausende alten Kultur und atemberaubenden Landschaften. Beide sind nicht immer leicht erreichbar, wie ein Besuch mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem “Dach Afrikas” beweist.

Es soll der größte Markt Afrikas sein: Der Mercato in Addis Abeba. Doch bis das knapp zwei Quadratkilometer große Areal im Westen der äthiopischen Hauptsstadt erreicht ist, bedarf es einer langwierigen Anfahrt. Eine Blechlawine schiebt sich regelmäßig über die breiten Boulevards. Und wer am Morgen oder abends unterwegs ist, sollte Zeit mitbringen.


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Der Vogelmarkt am Wasserschloss

von Marc Tornow

Die Stadt Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java gilt als “Pforte“ zu vielen kulturellen Schätzen der Region. Im Zentrum der alten Hauptstadt aber hat sich die Tradition des Vogelhandels bewahrt – mit dem auch Kinder ihr Einkommen sichern.

Graue Regenwolken liegen über der Region um den Vulkan Merapi, als ich durch den alten Sultanspalast im Zentrum von Yogyakarta wandele. Im sogenannten Keraton reihen sich repräsentative Empfangshallen. Hier konsultierte hoher Besuch den Sultan samt Herrscherfamilie und in hölzernen Pavillons wurde Tee gereicht. Unterhaltung trällerte der Gesellschaft von Vögeln in bunten Käfigen entgegen; die Tiere sorgten ehedem für eine paradiesische Atmosphäre im Palast.

Weniger feudal dürfte es schon zu seiner Gründungszeit in den Gassen drum herum zugegangen sein. Entlang von Wassergräben siedelten sich diverse Gilden und Händler an. Gut sortierte Kleider- und Lebensmittelläden wechseln hier ab mit Garküchen. Bis eine Art Markthalle voller feingliedriger Volieren erreicht ist. In das Gebälk der Halle und unter Fenstersimse sind weitere Käfige gehängt worden – in allen Formen und Größen. Aus Tausenden Kehlen singen und zwitschern die Vögel. Die gefiederten Tiere stehen auf dem Vogelmarkt von Yogyakarta zum Verkauf.


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Kathmandu, die ramponierte Schönheit

von Marc Tornow

Das Kathmandutal ist atemberaubend. 1200 Meter hoch gelegen, von schneebedeckten Bergen des Himalaja gesäumt, gespickt mit kulturellen Schätzen – und von drückenden Umweltproblemen belastet, wie mein Besuch auf dem “Dach der Welt” zeigen sollte.

Im Anflug auf Kathmandu sehe ich noch die weißen Kronen der gewaltigen Gebirgskegel. Leuchtend heben sie sich vom tief blauen Himmel ab. Die Sicht nach unten ist schon vom Rauch zahlloser Feuer und aus diversen Fabriken getrübt. Eine Einstimmung auf die Landung in der nepalesischen Hauptstadt. Zur Begrüßung weht dort beißender Gestank von verbrennendem Plastik und Dieselruß vom Straßenverkehr der nahen Ring Road über den Flughafenparkplatz. Vom erhöht gelegenen Areal fällt der Blick auf die Stadt. Sie scheint mittlerweile wie die Flut eines Ozeans bis an die Grenzen des Tribhuvan Airports zu schwappen. Aus etwa 700.000 Einwohnern in 1998 sind inzwischen fast zwei Millionen geworden.


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Kleines Wirtschaftswunder in Makwanpur

von Marc Tornow

Mikrokredite bewähren sich als effektive Instrumente zur nachhaltigen Entwicklung benachteiligter Regionen. Das weiß man seit Yunus in der Theorie aber wie sieht die Realität zum Beispiel in Nepal aus? Ich muss zugeben, ich war sehr beeindruckt von den nepalesischen Frauen-Kooperativen, die an Bildungsprojekte gebunden sind. So können ländliche Gebiete in dem Himalaja-Staat wirtschaftlich tatsächlich auf die Beine kommen.

Ich lernte in Makwanpur zum Beispiel Laxmi (43) und Binu (25) kennen. Vor dem Morgengrauen richten sie das Frühstück. Etwas Reis, Dal und Tee – eine typische Mahlzeit für Nepal. Ist die Familie versorgt, klemmen sie sich Bündel mit Schulbüchern unter den Arm und machen sich im Halbdunkel auf den Weg. Zu Fuß geht es bis zu eineinhalb Stunden in die Mahendra-Schule in dem Dorf Basamadi. Die Strecke führt über schmale Feldwege. Sie sind staubig in der Trockenzeit und werden zu Schlammwüsten bei Regen. Die Beschwerlichkeiten sind den Frauen alle Mühen wert. Denn in der Schule nehmen sie an Kursen zur Erwachsenenbildung teil, die Plan 2007 im Distrikt Makwanpur gestartet hat. Viele Frauen lernen hier erstmals lesen und schreiben. Wie stolz sie das macht, zeigen ihre strahlenden, vom harten Leben gezeichneten Gesichter.

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