Die Stadt Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java gilt als “Pforte“ zu vielen kulturellen Schätzen der Region. Im Zentrum der alten Hauptstadt aber hat sich die Tradition des Vogelhandels bewahrt – mit dem auch Kinder ihr Einkommen sichern.
Graue Regenwolken liegen über der Region um den Vulkan Merapi, als ich durch den alten Sultanspalast im Zentrum von Yogyakarta wandele. Im sogenannten Keraton reihen sich repräsentative Empfangshallen. Hier konsultierte hoher Besuch den Sultan samt Herrscherfamilie und in hölzernen Pavillons wurde Tee gereicht. Unterhaltung trällerte der Gesellschaft von Vögeln in bunten Käfigen entgegen; die Tiere sorgten ehedem für eine paradiesische Atmosphäre im Palast.
Weniger feudal dürfte es schon zu seiner Gründungszeit in den Gassen drum herum zugegangen sein. Entlang von Wassergräben siedelten sich diverse Gilden und Händler an. Gut sortierte Kleider- und Lebensmittelläden wechseln hier ab mit Garküchen. Bis eine Art Markthalle voller feingliedriger Volieren erreicht ist. In das Gebälk der Halle und unter Fenstersimse sind weitere Käfige gehängt worden – in allen Formen und Größen. Aus Tausenden Kehlen singen und zwitschern die Vögel. Die gefiederten Tiere stehen auf dem Vogelmarkt von Yogyakarta zum Verkauf.
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