Autoren Archiv - alle Artikel von Kristie van de Wetering

 
 

Theater-Workshop hilft jungen Haitianern

von Kristie van de Wetering

04. August 2010 – Hunderte junge Haitianer haben an einem Theater-Workshop teilgenommen, der als Stressbewältigungstherapie nach dem Erdbeben eingesetzt wird. Kristie van de Wetering berichtet aus Haiti.

Er kam auf die Bühne, trug eine überdimensionale, rosa Brille und lustige Hosen. Angestrengt versuchte er eine Broschüre zu lesen, die er nur wenige Inches vor sein Gesicht hielt. Das Publikum brach sofort in Gelächter aus. Der 16-jährige Jordon spielt einen von vielen Sketchen in der Abschlussaufführung des Theater-Workshops, an dem er im Rahmen von Plans psychosozialem Programm nach dem Erdbeben vom 12. Januar teilnahm.

Den emotionalen Stress bewältigen

Durch das Zentrum für psychosoziale Bildung und Training (CEFEPS) und Plan haben nahezu 500 junge Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren aus Jacmel und Croix-des-Bouquets an Theater-Workshops teilgenommen. Die Kurse sind Teil der Stress-Bewältigungs-Therapie.


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Goudou Goudou – das bedeutet “Erdbeben” auf Kreol

von Kristie van de Wetering

30. Juli 2010 – Es sind sechs Monate seitdem Goudou Goudou auf Haiti vergangen. Vor dem 12. Januar gab es kein Wort für “Erdbeben” im haitianischen Kreol; jetzt gibt es eins.

Ich hatte gehofft, meine Gedanken früher aufschreiben zu können, aber erst jetzt gibt es einen ruhigen Moment, um durchzuatmen und meine Gedanken, Ideen und Erinnerungen, die in meinem Kopf kreisen, auf Papier zu bringen. In all dem Wahnsinn vergessen wir viel. Aber an jeder Ecke wird man daran erinnert und der Gedanke, dass es vielleicht, nur vielleicht, wieder passieren wird, schlummert unter der Oberfläche.


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Haiti: Ich möchte dir sagen, wie ich heiße

von Kristie van de Wetering

Kristie van de Wetering ist die neue Pressesprecherin von Plan Haiti. Sie schildert im Blog sehr eindrucksvoll die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen mit den Kindern und Jugendlichen, die unter den Folgen des Erdbebens leiden.

Überall sind Kinder. Eine Gruppe wilder Jungen spielt Fußball. Es gibt gerade Tanzunterricht, während die Musikschüler ein Lied laut auf ihren Flöten heraus posaunen. Einige Kinder zeichnen. Sie sitzen still über ihren Zeichnungen gebeugt, während andere Fangen spielen und enthusiastisch in ihre kleinen Plastik-Trillerpfeifen blasen.

Ich besuche meine Kollegen in einer der von Plan eingerichteten kinderfreundlichen Zonen. Inmitten der Geschäftigkeit zupft jemand an meiner Tasche. Ich schaue hinunter und sehe ein kleines rundes süßes Gesicht mit unschuldigen Augen zu mir aufsehen. Ich gehe auf die Knie, um mit ihr zu sprechen. “Hallo Süße, wie geht’s dir?“ fragte ich in Kreol.


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