
Ebenso engagiert wie die Kinder in Caga-ut sind die Mädchen und Jungen aus Caridad. Drei von ihnen haben an einer von Plan organisierten Studienreise in eine andere Region der Philippinen teilgenommen. Dort führt Plan ebenfalls Maßnahmen zum Küstenschutz durch. Manch Erwachsener aus Salcedo, so erzählt mir der dortige Plan-Projektkoordinator, hat vor dieser Reise am Sinn des Projektes gezweifelt. Doch nach den Gesprächen mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Küstendörfer in Camotes, die schon die positiven Auswirkungen des verbesserten Küstenschutzes spürten, waren die Teilnehmer überzeugt und kehrten voller Motivation, es ebenso gut zu machen, nach Salcedo zurück.
Die Präsidentin des Kindervereins von Caridad erzählt, dass die Mädchen und Jungen bereits einige Küstenabschnitte von Müll gereinigt haben. Auch wollen sie gerne Mangroven pflanzen. Und schließlich möchten sie gerne an der Überwachung der Meeresschutzgebiete beteiligt werden– allerdings ist dies mit Gefahren verbunden, so dass dies doch besser weiterhin die Erwachsenen übernehmen.
Das Wichtigste, was Plan mit diesen Maßnahmen fördert, ist aber sicher das Bewusstsein, sowohl bei Kindern wie auch bei den Erwachsenen, dass alle Menschen aktiv dazu beitragen müssen, dass die Ökosysteme der Küsten geschützt werden müssen. So erzählt denn auch eine Mutter, dass ihre Tochter in der Schule einen Film über die Thematik gesehen hat. Seitdem erklärt das Mädchen ihrer Mutter, wie wichtig Mangroven für die Küsten und ihre Bewohner sind. Dies zeigt: Die Kinder sind sehr wichtige “Anwälte” in Umweltdingen.
Aber die Erwachsenen merken auch an ganz handfesten Dingen schon den Erfolg des von ihnen angestoßenen Projektes: Die Fischer aus Caridad berichten, dass sie rund um ihr Wachhaus, nahe des Schutzgebietes steigende Anzahlen an Jungfischen beobachten.