Wasser ist alles: Gesund aber nicht munter
von Alf Berg
Dawit Bekele handelt mit Lebensmitteln solange er denken kann. Sein Verkaufsstand steht in Addis Abeba auf dem “Merkato“, dem größten open-air Markt in Afrika. Er verkauft verschiedene Getreidesorten, Chili, Kräuter, Nüsse und Gewürze. Die Thesen von Getachew sind für ihn bittere Wahrheit geworden.
“Die schlimmen Dinge kamen alle zur gleichen Zeit. Die Energiepreise stiegen, ebenso die Transportkosten. Die Bauern konnten nicht genug produzieren, also stiegen auch die Nahrungsmittelpreise. Die Ernten fielen im letzten Jahr sehr schlecht aus. Die Menschen können sich weniger zu essen kaufen. Sie können sich grundsätzlich nichts anderes, als Lebensmittel leisten. Eine schlimme Situation für alle. Die Bauern verdienen weniger, ebenso die Händler auf dem Markt. Ich habe weniger Nahrungsmittel für meine Kunden, die sehr viel teurer geworden sind. Wir hoffen alle, dass dieser Zustand bald endet. Doch was können wir tun?“
Abschließend sagt er: “Die Zukunft Äthiopiens scheint von verschiedenen Faktoren abzuhängen, vor allem vom Zugang zu Wasser. Nicht alle Faktoren können kontrolliert werden. Das Beste wäre, wenn sich das Klima normalisieren würde. Es sieht aber nicht so aus, also ob das passieren wird.” Ein Kunde von Dawit sagt dazu: “Uns bleibt nur, zu beten.“













