Mwanaisha und die Elefanten an der Wasserstelle
von Freddy Hansmann - Administratorin
Das Wasser ist trüb geworden vom Schmutz, es riecht nach Verrottung und Tierkot. Kinder rennen die Böschung hinunter und rufen, lachen laut vor Freude darüber, dass am Grund des Teiches noch immer ein bisschen Wasser vorhanden ist. Sie beeilen sich mit dem Befüllen der Eimer und alten Plastikbehälter mit dem schmutzigen Wasser, dick wie Brei, schöpfen es aus der Pfütze mit Kannen oder Bechern. Das ist das Wasser, das sie mit nach Hause nehmen werden. Die nächste Wasserquelle ist weit von ihrer Gemeinde entfernt.
„Wenn wir hier kein Wasser bekämen, müssten wir 30 Kilometer bis nach Nyalani oder sogar nach Kisaya, das ist 40 Kilometer entfernt, gehen, durch dornigen Busch, auf und ab die Hügel. Wir werden dieses Wasser hier nehmen“, sagt die 14-jährige Mwanaisha. In dieser Region Kenias ist es üblich, dass die Mädchen das Wasser holen, egal wie weit sie dafür gehen müssen.
„Kühe, Hunde und Wildtiere trinken auch hieraus. Wenn sie genug getrunken haben, koten sie ins Wasser“, fügt sie hinzu. Sie weiß sehr wohl, wie verunreinigt dieses Wasser ist. Die Gegend ist immer sehr trocken, aber es war noch nie so schlimm wie jetzt, berichten die Einwohner.
„Wenn ich nach Hause komme, werde ich eine Handvoll Asche in das Wasser tun, rühre es gut um und füge noch ein paar Blätter vom Mnazibaum hinzu. Man muss es dann bis zum Morgen stehen lassen. Dann kann ich das saubere Wasser oben abschöpfen und in einen sauberen Topf geben. Der Schmutz bleibt am Boden.“
Mwanaisha und ihre Freundinnen wissen auch, dass die Menschen mit den Tieren um die wenigen Wasserstellen konkurrieren. „Das hier“, sagt sie und zeigt auf den Boden, „zeigt uns, dass gerade ein Elefant hier war. Wir haben ihn nur um ein paar Minuten verpasst. Wir achten auf die Spuren der Tiere bevor wir herkommen. Wir werden solange Wasser hier holen, bis es komplett ausgetrocknet ist.“
Weitere Informationen zu Plans Nothilfe in Ostafrika und wie Ihr helfen könnt findet Ihr unter Aktuelles auf der Plan Homepage.
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30. November 2011 um 14:46
Sehr schlimm! Man denkt lang darüber nach!!