“Manchmal bin ich genauso traurig wie hungrig.”
von Freddy Hansmann - Administratorin
Von Plan UK Mitarbeiterin Rose Foley.
Die Kinder und ihre Familien in Äthiopien, sind sehr belastbar, aber sie müssen sich derzeit gleich mehreren großen Herausforderungen stellen. Eine ist Hunger. Der konstante Hunger wird verschärft durch lange Dürreperioden und zum falschen Zeitpunkt kommenden, unberechenbaren Regen, der mehr Schaden anrichtet als Gutes. Hinzu kommt, dass Anbauland knapp ist, Erderosionen und ethnische Konflikte leisteten ebfenfalls ihren Beitrag zu der diesjährigen Nahrungsmittelknappheit. Plan arbeitet seit Jahren in der Region, um Gemeinden gegen diese verschiedenen Probleme zu stärken, aber die aktuelle Situation ist schlimm und der akute Bedarf ist schlicht Nahrung.
Plan verteilt zusätzliche Nahrungsmittel an einige der meistgefährdeten Kinder und ihre Familien in Äthiopien. Diese Lebensmittel sind besonders nahrhaft, die Pateke beinhalten Milch- und Kalorienreiche Produkte, Öl und Mehl. Sie wirken zielgerichtet gegen Unterernährung, besonders bei Kindern unter fünf Jahren und Müttern, die Babys stillen – denn diese sind die am stärksten Gefährdeten von den insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen, die allein in Äthiopien dringend Nahrungsmittelhilfe benötigen.
Plan UK Mitarbeiterin Rose Foley traf die 8-jährige Belanesh mit ihrer Mutter Kabiwish (30) und den kleinen Zwillingsbrüdern an einer Nahrungsmittelausgabe von Plan in der Nähe von Wondogenet.
Belanesh: „Ich bin hier, weil ich so hungrig bin. Mein Vater ist sehr krank und kann sich nicht um das Land kümmern. Den Babys geht es nicht gut, meine Mutter kann sie nicht richtig füttern. Ich trage immer eines für sie, während sie das andere Baby trägt. Sie sind ganz schön schwer und weinen viel. Mein Magen ist leer. Manchmal bin ich genauso traurig wie hungrig. Aber ich versuche, meiner Mutter zu helfen. Mir geht es selbst nicht so gut. Die Babys husten, ihnen geht es auch nicht gut.“
Ihre Mutter Kabiwish erzählt, wie sie die Dürre erlebt, welche Sorgen sie sich um Familie und die anderen Frauen in ihrer Gemeinde macht. ”Ich habe keine Milch für meine Babys und fühle mich alleingelassen. Ich muss meinen Mann unterstützen. Wahrscheinlich bin ich an Malaria erkrankt, aber ich bin verantwortlich, um Essen für zuhause zu finden. Mütter und Frauen tragen so viel mehr Last. Frauen sind in jeder Hinsicht viel gefährdeter.
Wir müssen uns um die Familie kümmern und haben keine Zeit, uns um uns selbst zu sorgen. Schaut euch doch hier im Zentrum um. Es gibt keine Männer, die Nahrung suchen, nur Frauen mit Kindern. Dass ich noch stille, ist eine zusätzliche Verantwortung. Plan gibt mir Zusatznahrung, sie versuchen, mir zu helfen, damit ich gesund werde und meine Babys füttern kann.”
Lest unter Aktuelles mehr zur Dürreperiode in Ostafrika.
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25. Juli 2011 um 07:05
Guten Morgen,
letzte Woche habe ich an Ihre Organisation gespendet und auch andere Menschen in meiner Umgebung dazu animiert, dies zu tun.
Nun frage ich mich, wo Plan denn jetzt hilft bei der Dürre in Ostafrika. Man hört ja nichts Gutes.
Vielen Dank für Ihre Antwort
25. Juli 2011 um 11:37
Liebe Frau Empt,
ganz lieben Dank für die Spenden! Plan hilft in Kenia, Äthiopien und Südsudan. Mehr Informationen über unsere Nothilfe finden Sie auf unserer Homepage:
http://www.plan-deutschland.de/news/article/hilfe-fuer-ostafrikas-kinder/
Grüße
May Evers
Plan Deutschland