Reisetipps für meine Freunde – Nahrung und nützliche Dinge des Alltags
von Linda Raftree
Teil II der Reisetipps unserer Kollegin Linda Raftree. Linda Raftree arbeitet als Expertin für soziale Netzwerke und neue Technologien derzeit in der Region Westafrika. Auf ihren Trips durch die westafrikanischen Länder hat sie längst den Reise-Profi-Status erlangt. Ihre Tipps wollen wir Euch nicht vorenthalten. Teil II dreht sich um Nahrung und nützliche Dinge des Alltags.
Kaffeepresse
Falls du ein Kaffee-Junkie bist und ein Land besuchst, das wundervollen Kaffee produziert, halte dir stets vor Augen, dass man dir diesen nicht servieren wird. Das einzige, was du bekommst, wird Instant-Kaffee sein. Aus diesem Grund reise ich mit meiner eigenen Kaffeepresse und etwas gemahlenem Kaffee. Heißes Wasser gibt es überall.
Essen
Vegetariern empfehle ich, Müsliriegel, ein Glas Erdnussbutter und etwas Schokolade mitzunehmen, zudem ein paar dieser in rotes Wachs eingewickelten Käsestücke. All diese Nahrungsmittel halten ein bis zwei Wochen – ohne kühle Lagerung! Freunde dich mit deinem Hotelkoch an. Erkläre immer, was du als Vegetarier gerne isst. Andernfalls läufst du Gefahr, ein bisschen rohes Gemüse und Salat aufgetischt zu bekommen, was zu Amöben und Giardia führen kann. Kaufe Früchte, wenn du welche siehst. Waschen nicht vergessen. Schicke Hotels wissen oft nicht, was sie Vegetariern anbieten sollen. Lokal ansässige Hotels werden sich mehr Mühe geben und nutzen die Zutaten, die sie im Haus haben. Verfalle nicht dem Irrglauben, dass das Essen in extravaganten Hotels für dich sicherer ist. Andersartige Bakterien sind andersartige Bakterien, an die sich dein Körper erst einmal gewöhnen muss.
Flaschenöffner
Sie sind leicht und dabei nicht sperrig, obendrein bekannt als Lebensretter. Zum Beispiel immer dann, wenn du dein Bier im Voraus kaufen musst, um es an einem heißen Abend eiskalt in deinem Zimmer genießen zu können.
Zipper-Gefrierbeutel
Immer zu etwas nütze.
Taschenlampe
Bei häufigen Stromausfällen ist eine Taschenlampe Gold wert, besonders wenn man nachts auf der Suche nach einer Toilette außerhalb des eigenen Schlafbereiches ist.
Handtücher
Kleine Hotels stellen oftmals keine Handtücher bereit. Nimm lieber eins mit.
Moskitonetz
Du kannst nie fest mit einem Moskitonetz rechnen, organisier dir ein eigenes. Ich habe mir ein selbst stehendes Moskitonetz gekauft. Handlich und leicht bietet es mir Schutz für die Nacht, egal ob ich diese im Bett oder auf dem Boden verbringe. Das bedeutet mit anderen Worten: Keine lästiges Summen am Ohr, das einem den Schlaf raubt.
Ich nehme üblicherweise eine Wäscheleine mit, die ich dann in meinem Hotelzimmer aufhänge. Waschpulver habe ich immer dabei. Wenn man seine Wäsche selbständig wäscht, kommt man mit weniger Gepäck aus. Gerade in heißeren Regionen trocknen die Kleidungsstücke innerhalb von 24 Stunden. Als Air France einmal mein Gepäck in Togo verlor, schlug ich mich neun Tage damit durch, meine Sachen abends zu waschen, um sie am nächsten Tag wieder anzuziehen.
Wenn du in deinem Zimmer einen Wassereimer entdeckst, bedeutet es, dass das Wasser ausgeht. Halte den Eimer immer gefüllt. Ansonsten kann es sein, dass du unter der Dusche oder auf dem Klo eine böse Überraschung erlebst. Es gibt viele Toiletten, die man wieder auffüllen muss. Experimentiere ein wenig herum. Du bekommst schnell raus, wie du am besten Wasser sparen kannst. Im ländlichen Rwanda habe ich zum Beispiel immer mein Duschwasser gesammelt und zum Auffüllen des Toilettenkübels verwendet. So kam ich pro Tag mit einem Kanister Wasser aus. Ein Plastikbecher aus dem Supermarkt vereinfacht die Prozedur.
Kerzen
Eine Kerze auf deinem Zimmer heißt, dass es oft zu Stromausfällen kommt. Sei vorbereitet. Lade deine elektrischen Geräte auf, wann immer eine Steckdose in der Nähe ist.
Dein Zimmer wird höchstens über ein bis zwei Steckdosen verfügen. Daher ist es sinnvoll, einen Mehrfachstecker mitzubringen. So kannst du neben deinem Handy noch zwei weitere elektrische Geräte aufladen. Google vor der Abreise nach dem passenden “Adapter” für dein Reiseland. Es nervt Mitreisende, wenn du sie immer wieder fragst, ob du dir ihren Adapter ausleihen kannst, und dein Hotel wird wahrscheinlich über keinen passenden verfügen.
Im nächsten Teil: Reise-Know-How aller Art
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