Reisetipps für meine Freunde – Kleidung

von Linda Raftree

Es ist Ferienzeit in Deutschland und viele Menschen fahren oder fliegen in Urlaub. Unsere amerikanische Kollegin Linda Raftree hat vor kurzem ein paar Tipps für Reisen und alle anderen mobilen Lebenslagen notiert. Als Expertin für soziale Netzwerke und neue Technologien arbeitet sie derzeit in der Region Westafrika. Auf ihren Trips durch die westafrikanischen Länder hat sie längst den Reise-Profi-Status erlangt. Ihre Tipps wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Es gibt mit Sicherheit genügend Reiseblogs im Internet, aber bei meinem Reisepensum und den Problemen während meines letzten Aufenthalts in Benin, dachte ich mir, es sei an der Zeit, meine Erfahrungen zusammen zu tragen. Normalerweise verschlägt es mich auf meinen Reisen nach Afrika oder Lateinamerika, weshalb meine Notizen vielleicht nicht für jeden von Nutzen sein mögen. Meine Tipps sind zudem auf Frauen ausgerichtet. Trotzdem könnte die eine oder andere Information auch für Männer interessant sein. Mädels, kommentiert meinen Text mit weiteren Ratschlägen!

Anrüchige Körperteile

Informiere dich im Internet über die Geflogenheiten des Landes, das du bereisen wirst. Schau dir anhand von Bildern an, wie sich einheimische Frauen kleiden. Achte vor allem auf die Haltung gegenüber Brüsten, Schultern, Oberschenkeln, Knien und Knöcheln. In vielen Orten sind Brüste beispielsweise kein Streitpunkt, Oberschenkel dafür eine delikate Angelegenheit. Bedenke das beim Packen, und vergiss es nicht gleich wieder, wenn du aus dem Flieger steigst. Falls du keine einheimischen Frauen in Tops mit Spaghetti-Trägern siehst, verzichte drauf. Das gilt auch für Shorts, Capris und enge Kleidung im Allgemeinen. Pass dich an. Was ich hier sage, ist vielleicht nicht sonderlich feministisch, dafür aber realistisch. In der Regel sind die Leute zwar nachsichtig mit dir, weil du Ausländer bist. Auf meinen Reisen versuche ich persönlich dennoch stets, die lokalen Gegebenheiten zu respektieren und stelle dafür mein Recht auf Selbstdarstellung zurück.

Tattoos 

Möglicherweise wird man dich für sichtbare Tattoos anstarren. Es ist dir überlassen, wie du damit umgehst. Ich verdecke meine normalerweise, bis mich die Menschen etwas besser kennen, so dass die Beziehung nicht auf Vorurteilen aufbaut. 

 

Schweiß

Kein schönes Thema für die meisten von uns. Doch wenn du jemand bist, der schwitzt (ich beneide all jene, die es nicht tun), kommst du um das leidige Thema nicht herum. Zumindest nicht, wenn dein Reiseland für heiße Temperaturen bekannt ist. Welche Lobeshymnen Reiseführer auch auf leichte Stoffe singen, sie betonen jeden Schweißfleck. Knappe Unterwäsche absorbiert keinen Schweiß und das zeigt sich dann für jeden sichtbar auf der Kleidung. Also Finger weg davon. Männershorts aus Baumwolle sind eine prima Alternative. Der dickere Stoff verhindert unerwünschtes Beweismaterial.

Packen 

Falls du regelmäßig reist, mach dich nie ohne einen zweiten Satz Reiseutensilien auf den Weg. Der gehört in den Handkoffer, man weiß ja nie. Ich reise mit einem wiederverschließbaren Plastikbeutel für Produkte der täglichen Körperpflege. Diesen fülle ich dann vor Antritt der Reise gegebenenfalls wieder auf und verstaue ihn oben in meiner Tragetasche, um den Security Check nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Meine beliebtesten Kleidungsstücke für warme Tage packe ich in mein Handgepäck. Ich habe extra eine Checkliste, die ich vorab durchgehe, um nichts zu vergessen. Erleichtert das Packen ungemein.

Gepäck 

Markiere dein Gepäck, so dass du es bei der Ankunft wiedererkennst. Rechne damit, dass es unterwegs verloren gegangen sein könnte und du deshalb einige Tage überbrücken musst. Ich mache das, indem ich wichtige Geräte, Wechselkleidung und andere essentielle Dinge in mein Handgepäck tue. Dazu gehören in meinem Fall auch ausgedruckte Dokumente, die ich eventuell für einen Vortrag brauchen könnte. Mein Laptop ist sowieso immer mit von der Partie.

Reisestrümpfe  

Sie mögen idiotisch aussehen, können aber mit unter Gold wert sein: Sie verhindern das Anschwellen deiner Knöchel und bewahren dich vor anderen Unannehmlichkeiten wie zum Beispiel Thrombose.

Schuhe 

Bei heißem Klima schwellen Füße möglicherweise sehr stark an, so dass Schuhe drücken, besonders wenn man viel geht oder steht. Am schlimmsten ist es abends. Am besten, man reist mit einem weiteren Paar Schuhe, das man in solchen Momenten auspacken kann.

 

Flip Flops 

Ich trage sie, wann immer es die Situation erlaubt. Manchmal werden sie allerdings als Zeichen von Respektlosigkeit gewertet. Wenn deine Reise in irgendeiner Form geschäftlich ist, oder du eine bestimmte Funktion repräsentierst, sollest du die Flip Flops also lieber im Schrank stehen lassen und stattdessen auf Sandalen umsteigen. Sieht professioneller aus. Für zwielichtig wirkende Duschen lohnen sie sich aber allemal.

Sarong 

Wenn du einen siehst, greif zu. Man kann sie als doppelten Schal für stark klimatisierte Flugzeuge benutzen oder aber als Rock, wenn das Gepäck verloren geht. Sie sind nützlich, wenn du einen Strandbesuch machen möchtest oder die Knie bedecken musst (zum Beispiel wenn du auf deinem Hotelzimmer isst und schnell etwas über deine Shorts werfen möchtest, sobald der Zimmerservice kommt).

Im nächsten Teil: Nahrung und nützliche Dinge des Alltags



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2 Kommentare zu “Reisetipps für meine Freunde – Kleidung”

  1. Rosenda Kolbeck
    28. Februar 2011 um 02:55

    Der Bericht ist informativ, danke hierfür. Ich hatte einzig zunächst einige Probleme, Euren feed zu abbonieren. Passiert das anderen Lesern gleichfalls? Egal, jedenfalls hat es dann geklappt, schauen wir mal, ob der RSS-Feed funktioniert wie er soll wie er soll.

  2. Freddy Hansmann - Administratorin
    1. März 2011 um 15:50

    Hallo Rosenda,
    Gut, dass es geklappt hat. Ich habe bisher noch nicht von anderen Nutzern gehört, dass sie Schwierigkeiten hatten, aber ich werde mal nachforschen.
    Herzliche Grüße,

    Freddy Hansmann von Plan Deutschland

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