Monatsarchiv für Mai 2010

 
 

Die Straße nach Wa ist asphaltiert!

von Linda Raftree

Diese Woche war ich für einen Workshop in Ghana, in Wa, der Bezirksstadt des nordwestlichen Provinz. Ich war nicht gerade begeistert, als man mir erklärte, dass ich zehn bis zwölf Stunden von Accra, Ghanas Hauptstadt, nach Wa brauchen würde. Ich dachte mir, dass es sicherlich an den schlechten Straßenverhältnissen liegen muss. Falsch gedacht!! Der Weg ist einfach nur lang und es herrscht reger Verkehr. Die Straße nach Wa ist tatsächlich asphaltiert. Nicht mit Gold. Auch nicht mit guten Absichten. Sie ist schlicht und ergreifend asphaltiert. Und das macht den Unterschied.

Verschiedene Fahrzeuge und Reisende nutzen diese Straße: Autos, Motorräder, Jeeps, große Transporter, kleine Transporter, Kleinbusse mit Anhängern. Fußgänger und Fahrradfahrer teilen sich den Fahrbahnrand. Mir fiel ein Jugendlicher mit Inline-skates auf. Er ist nicht sehr weit gekommen im Kies trotz seiner unbekümmerten Entschlossenheit.


Den ganzen Beitrag lesen »

Vietnam: Ein Tag mit Dong

von May Evers

Wie sieht eigentlich der Arbeitstag eines Gemeinde-Koordinators aus? Wir haben Plan Mitarbeiter Dong aus Vietnam gefragt. Dong arbeitet seit Mai 2008 für Plan Vietnam als Community Development Facilitator (CDF) in der Provinz Kon Tum in der Gemeinde Mang Canh und ist dort für die Durchführung und Betreuung von Projekten zuständig.

Meine Hauptaufgabe ist die Entwicklung und Durchführung von Projekten. Außerdem unterstütze ich die Mitarbeiter bei der Patenkindbetreuung. Mindestens dreimal pro Woche fahre ich mit meinem Motorrad weite Strecken durch das gebirgige Hochland, um in den Dörfern nach dem Rechten zu schauen. Je mehr ich mit den Menschen aus der Gemeinde zusammenarbeite, umso wichtiger werden sie mir.

Mein Tag in Mang Mo
Heute besuche ich Mang Mo, eines von zehn Dörfern in der Mang Canh Gemeinde. Dort nehme ich eine Liste mit, auf der die Schüler registriert sind, die ein Schulstipendium erhalten. Die Fahrt dauert fast eine Stunde mit dem Motorrad auf der nassen, rutschigen Straße. Auf meinem Weg zu Mang Mo mache ich einen Abstecher zu einem Gemeindekomitee, wo ich mit den Mitgliedern Informationen über den Fortschritt der laufenden Aktivitäten austausche.

Den ganzen Beitrag lesen »

Der erste Spatenstich – Wiederaufbau von Schulklassen in Haiti

von May Evers

Amy Wang von Plan USA unterstützt unsere Kolleginnen und Kollegen in Haiti. Hier ihre Beschreibung.

Ich sitze auf einem Mauervorsprung bei der L’Ecole Frere Clement, eine der Schulen, die Plan in Jacmel im Südosten von Haiti unterstützt. Es ist fast Mittagszeit. Das bedeutet, dass in der Schule, die das Gebäude nutzt, der Unterricht zuende geht und die nächste Schule am Nachmittag mit dem Unterricht beginnt.

Kinder in blaukarierten Uniformen – oder Gelb und Grün, je nachdem zu welcher Schule sie gehören -  strömen an mir vorbei. Sie rufen entweder „bonjour!“ oder winken schüchtern. Die Mutigeren unter ihnen rufen „blan!“. Und ganz egal wie gut ihr Französisch oder Englisch ist, fast alle schenken mir ein breites Lächeln, während sie gleichzeitig überlegen was ich hier mache.

Zelt-Klassenräume werden ersetzt

Heute ist ein besonderer Tag, weil wir mit dem Bau der Übergangsgebäude beginnen, die nach und nach die Zelte und Sonnenschutzplanen ersetzen sollen, die Plan als Soforthilfemaßnahme aufgestellt hatte. Unsere Übergangsklassenräume sind stabiler. Sie gelten nach den Standards als Hurrikan- und Erdbebensicher. Im Juni startet die Hurrikan-Saison, deshalb ist es mehr als dringend, dass sie so schnell wie möglich gebaut werden.

In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium haben wir die Standorte für diese Klassenräume identifiziert. Das Pilotgebäude für L’Ecole Frere Clement soll als Modell für weitere Klassenräume dienen.

Der erste Spatenstich
Trotz der unerträglichen 35 Grad, sind alle ganz aufgeregt, weil nach der Arbeit des letzten Monats, heute endlich der erste Spatenstich gemacht wird. Ein Team setzt schon in der provisorischen Werkstatt den Dachstuhl zusammen und andere Arbeiter messen das Fundament aus.

Unterstützung von Experten
Architekt Jack Ryan hat die Baupläne entworfen und überschaut das Projekt. Er wird in den nächsten zwei Wochen mit den einheimischen Bauarbeitern zusammenarbeiten, um sicher zu stellen, dass die Arbeiter das entsprechende Know-how erlangen, um den Vorgaben folgen zu können. Es gilt die baulichen Fehler zu  vermieden, die zu der Katastrophe nach dem Erdbeben führten.

Als Baumaterial wird in erster Linie Holz benutzt, weil es flexibel und gleichzeitig stabil ist und deshalb Naturkatastrophen eher stand halten kann. Dazu kommen leichte Wellblechdächer, die weiß gestrichen werden, um die Hitze abzuhalten. Beton wird nur für das Fundament der Schule benutzt.