Sie mussten lange anstehen, sich am Sicherheitspersonal vorbei und durch die Menschenmenge drängeln. Beatrice (13) aus Kenia, Annie (15) aus England und Büsra (17) aus Schweden waren aber gut vorbereitet. Ausgerüstet mit Videokamera und Notizblock schafften sie es tatsächlich in die erste Reihe und nahmen Erzbischof Desmond Tutu mit ihren Fragen zu Klimawandel, Menschenrechten und Entwicklungszusammenarbeit in die Zange.
Ihm gefiel es offensichtlich, dass junge Menschen in Kopenhagen die Chance ergreiffen und sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Die größte Sorge des 78-Jährigen gilt Afrika, erzählt er den jungen Journalistinnen. Ein Anstieg der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad hätte katastrophale Folgen für den afrikanischen Kontinent. “Das bedeutet für Afrika einen Temperaturanstieg um drei bis vier Grad – und das ist die Hölle.” sagt der Erzbischof in seinem Interview. Und weiter: “Wir hatten früher Frühling, Sommer, Herbst und Winter, aber inzwischen sind die Jahreszeiten unberechenbar geworden.”
Hier ein Ausschnitt aus dem Gespräch:
Die Mädchen und Jungen beginnen an den westlichen Regierungschefs zu zweifeln: Werden diese Leute, die die Zukunft der Kinder in der Hand haben, die Verhandlungen zu bindenden Ergebnissen führen und zu ihren Versprechungen stehen? Desmond Tutu ist davon überzeugt und das gibt Beatrice, Annie und Büsra ein Fünkchen Hoffnung.