Monatsarchiv für Dezember 2009

 
 

Kinder des Meeres

von May Evers

In vier Ländern unterstützte Plan mehr als eine Million Überlebende des Tsunami durch Soforthilfe und Wiederaufbau. In Sri Lanka produzierten 22 jugendliche Laienschauspieler ein in In- und Ausland vielfach ausgezeichnetes Theaterstück. Für die Jugendlichen selbst hatte diese schauspielerische Auseinandersetzung mit dem Tsunami therapeutische Wirkung.

Joseph läßt nicht locker

von May Evers

Der 12-Jährige Joseph aus Kenia ist das jüngste Mitglied des Teams der Kinderreporter, die in der zweiten Woche der Klimaverhandlungen Gespräche mit Teilnehmern des Klimagipfels führten. Ihm ist es gelungen, wortwörtlich im Vorbeigehen ein Interview mit dem Umweltminister Kenias, John Michuki, zu führen. Er ließ nicht locker, bis John Michuki ihn zu einem Gespräch ins Umweltministerium in Kenia einlud.

Joseph fragte den Umweltminister nach seinen Hoffnungen zu den Ergebnissen der Konferenz. “Ich hoffe, dass die Konferenz die größten Probleme lösen kann, die der Menschheit bevorstehen.” antwortet dieser. Die Entwicklungsländer bräuchten langfristige finanzielle Unterstützung, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen.

Das Interview wurde von BBC online veröffentlicht.

Plans Kinderreporter in Kopenhagen

von May Evers

Sie mussten lange anstehen, sich am Sicherheitspersonal vorbei und durch die Menschenmenge drängeln. Beatrice (13) aus Kenia, Annie (15) aus England und Büsra (17) aus Schweden waren aber gut vorbereitet. Ausgerüstet mit Videokamera und Notizblock schafften sie es tatsächlich in die erste Reihe und nahmen Erzbischof Desmond Tutu mit ihren Fragen zu Klimawandel, Menschenrechten und Entwicklungszusammenarbeit in die Zange.

Ihm gefiel es offensichtlich, dass junge Menschen in Kopenhagen die Chance ergreiffen und sich für Klimagerechtigkeit einsetzen.  Die größte Sorge des 78-Jährigen gilt Afrika, erzählt er den jungen Journalistinnen. Ein Anstieg der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad hätte katastrophale Folgen für  den afrikanischen Kontinent. “Das bedeutet für Afrika einen Temperaturanstieg um drei bis vier Grad – und das ist die Hölle.” sagt der Erzbischof in seinem Interview. Und weiter: “Wir hatten früher Frühling, Sommer, Herbst und Winter, aber inzwischen sind die Jahreszeiten unberechenbar geworden.”

Hier ein Ausschnitt aus dem Gespräch:

Die Mädchen und Jungen beginnen an den westlichen Regierungschefs zu zweifeln: Werden diese Leute, die die Zukunft der Kinder in der Hand haben, die Verhandlungen zu bindenden Ergebnissen führen und zu ihren Versprechungen stehen? Desmond Tutu ist davon überzeugt und das gibt Beatrice, Annie und Büsra ein Fünkchen Hoffnung.

Holdibari – Kinder der Fluten

von May Evers

Bangladesch gehört zu den Ländern, die schon seit Jahren vom Klimawandel betroffen sind. Der Anstieg des Meeresspiegels trägt zur Erodierung von Fluss-und Küstenlandschaften bei, während erhöhte Temperaturen und starke Stürme für weitreichende Überschwemmungen sorgen. Ost Holdibari im Nordwesten von Bangladesch ist eine Insel, die besonders stark darunter leidet. Die Kinder von Holdibari wehren sich aber. Sie entwickelten einen Aktionsplan, um sich und ihre Familien in Zukunft besser vor den Fluten schützen zu können.

Dieser Film wurde 2008 Gewinner des Wettbewerbs der Weltbank zur sozialen Dimension des Klimawandels.