Monatsarchiv für August 2009

 
 

Kinder schützen Küsten II

von Claire Grauer

Ebenso engagiert wie die Kinder in Caga-ut sind die Mädchen und Jungen aus Caridad. Drei von ihnen haben an einer von Plan organisierten Studienreise in eine andere Region der Philippinen teilgenommen. Dort führt Plan ebenfalls Maßnahmen zum Küstenschutz durch. Manch Erwachsener aus Salcedo, so erzählt mir der dortige Plan-Projektkoordinator, hat vor dieser Reise am Sinn des Projektes gezweifelt. Doch nach den Gesprächen mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Küstendörfer in Camotes, die schon die positiven Auswirkungen des verbesserten Küstenschutzes spürten, waren die Teilnehmer überzeugt und kehrten voller Motivation, es ebenso gut zu machen, nach Salcedo zurück.

Die Präsidentin des Kindervereins von Caridad erzählt, dass die Mädchen und Jungen bereits einige Küstenabschnitte von Müll gereinigt haben. Auch wollen sie gerne Mangroven pflanzen. Und schließlich möchten sie gerne an der Überwachung der Meeresschutzgebiete beteiligt werden– allerdings ist dies mit Gefahren verbunden, so dass dies doch besser weiterhin die Erwachsenen übernehmen.

Das Wichtigste, was Plan mit diesen Maßnahmen fördert, ist aber sicher das Bewusstsein, sowohl bei Kindern wie auch bei den Erwachsenen, dass alle Menschen aktiv dazu beitragen müssen, dass die Ökosysteme der Küsten geschützt werden müssen. So erzählt denn auch eine Mutter, dass ihre Tochter in der Schule einen Film über die Thematik gesehen hat. Seitdem erklärt das Mädchen ihrer Mutter, wie wichtig Mangroven für die Küsten und ihre Bewohner sind. Dies zeigt: Die Kinder sind sehr wichtige “Anwälte” in Umweltdingen.

Aber die Erwachsenen merken auch an ganz handfesten Dingen schon den Erfolg des von ihnen angestoßenen Projektes: Die Fischer aus Caridad berichten, dass sie rund um ihr Wachhaus, nahe des Schutzgebietes steigende Anzahlen an Jungfischen beobachten.

Kinder schützen Küsten auf den Philippinen

von Claire Grauer

Der Ort: Salcedo, Provinz East Samar, Philippinen
Die Akteurinnen und Akteure: Mädchen und Jungen der zur Gemeinde Salcedo gehörenden Dörfer

Vom Pazifik kommende Taifune prallen als allererstes auf die Küsten der philippinischen Provinz East Samar. Dort richten sie verheerende Schäden an. Siedlungen werden zerstört, Lebensmittelvorräte verderben, Menschen und Tiere kommen zu Schaden. Einen natürlichen Schutz für die Küstenbewohner bieten Mangroven, die jedoch in der Vergangenheit oft abgeholzt wurden – Feuerholz ist knapp. Auch durch andere menschliche Eingriffe ist das besondere Ökosystem der Inseln und ihrer Küsten bedroht. Dynamitfischen zerstört Korallen und dezimiert Fischpopulationen, Abholzung von Wäldern in höheren Lagen führt zu Erdrutschen und Überflutungen im Flachland.

Doch langsam ändert sich das Bewusstsein der Menschen und immer mehr Küstenanwohnerinnen und –anwohner werden zu Umweltschützern. Mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt führt Plan in der Gemeinde Salcedo zurzeit ein Pilotprojekt im Bereich des Küstenschutzes durch. Wie immer spielen die Kinder eine besonders wichtige Rolle. Sie nehmen an allen Projektaktivitäten teil – von der Planung bis zur Durchführung. Und sie freuen sich schon jetzt auf die Zeit, wenn sie erwachsen sind und ihren Kindern die Schönheit ihrer Küsten zeigen können.

Bei meinem Besuch in mehreren Dörfern im Umland von Salcedo bin ich sehr beeindruckt vom großen Engagement der Kinder. Hier ein Beispiel:


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Abenteuerliches Sierra Leone

von Ulrich Hermanski

Ich war sehr gespannt auf die Reise nach Sierra Leone, wo ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen einige größere Projekte besuchen und besprechen wollte. Ich war zum ersten Mal in diesem Land.

Die Ankunft in Sierra Leone war sehr abenteuerlich. Der Flughafen liegt auf der winzigen Insel Lungi, etwa 20 Minuten Fahrt mit dem Luftkissenboot von der Hauptstadt Freetown entfernt. Alternativ kann man auch mit dem Hubschrauber fliegen, was ich auch tat, der Flug nach Freetown dauert nur 15 Minuten. Es war ein weißgestrichener Marinehubschrauber, der 15-20 Personen fasste. Nach einer kurzen Wartezeit landete er auch schon. Ich hastete gemeinsam mit vielen anderen Menschen auf ihn zu, versuchte mein Gepäck im Auge zu behalten und mir gleichzeitig einen Platz zu sichern. Angurten, Ohrenschützer aufsetzen und zurücklehnen. Ich kam mir vor wie im Film. Das war ein guter Start in dieses spannende Land.


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