Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Slow Way Down – Zu Besuch bei Plan in Uganda

von May Evers


Florian Rolke rollt mit dem Mofa mit 60km/h Höchstgeschwindigkeit von Hamburg nach Kapstadt. Letzte Woche hat er das HIV/Aids Projekt besucht, das er mit seinem Abenteuer unterstützt. Hier sein Blogeintrag dazu:

Die ugandische Grenze erreiche ich in etwas mehr als vier Stunden. Obwohl die Abfertigung am Zoll recht schnell geht, brauche ich für den Grenzübertritt letztendlich doch 90 Minuten. Dann sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Tororo. Je näher ich dem Plan-Office komme, desto mehr denke ich darüber nach, was mich wohl erwarten wird. Auf den zurückliegenden mehr als 10.000 Kilometern hatte ich häufig die Gelegenheit, mich mit anderen Menschen -hauptsächlich Reisenden- über das Für und Wider von Entwicklungshilfe auszutauchen. Dabei habe ich viele kritische Stimmen gehört und einigen Unmut wahrgenommen. Ist das Ganze nicht bloß ein Business, von dem die Geber letztendlich am meisten profitieren? Ich beschließe, mir einfach alles in Ruhe anzuschauen, mir eine eigene Meinung zu bilden und meinen Eindruck hier ehrlich wiederzugeben.


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Praedikat “Kinderfreundlich”

von Stefanie Conrad

Am Dorfeingang von Sananbele steht ein grosses blaues Schild. Auf dem Schild ist eine lange Liste in Bambara, der Hauptsprache Malis, und einige Zahlen:  % von Kindern, die zur Schule gehen: 96 %, % von unterernaehrten Kindern: 2 %…, etc. Seit Monaten hat Plan die Menschen von Sananbele dabei begleitet, zu entscheiden, wie ihr Dorf aussehen soll, um wirklich kinderfreudlich zu sein. Kein Kind sollte mehr unterernaehrt sein. Und alle sollten die Moeglichkeit haben, sich schon vom Kleinkindalter an gut zu entwickeln, sowohl koerperlich als auch geistig. Familien sollten in der Lage sein, ihren Kindern ein sicheres Umeld zu schaffen und alle Grundbeduerfnisse zu befriedigen. Und Kinder sollten mitentscheiden in Gemeindeangelegenheiten. Weitreichende Plaene fuer das kleine Dorf!


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Zwei Familien und ihre Kühe

von Claire Grauer

Vor einiger Zeit hatte ich etwas ausführlicher darüber berichtet, wie ich mir die Auswahl und die Verteilung von Milchkühen durch Plan Ruanda angesehen habe. Heute folgt der dritte und letzte Bericht über den Besuch bei zwei Familien, die beispielhaft für die vielen Menschen stehen, welche in den letzten Monaten eine Kuh in Empfang nehmen konnten.

Wie während der letzten beiden Besuche im Projektgebiet, ist das Plan-Auto bei der Abfahrt in Kigali auch an diesem Morgen bis auf den letzten Platz besetzt, da so gut wie täglich Kolleginnen und Kollegen zwischen Plan und dem Büro im Programmgebiet Gatsibo pendeln müssen. Heute sind noch drei weitere Passagiere dabei: der Distriktveterinär des Gatsibo-Distriktes, ein Besamungstechniker der staatlichen ruandischen Tierzuchtbehörde sowie ein Journalist, der eine Dokumentation über das Projekt erstellt.


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Der Krieg ist vorueber – Wiederaufbau in Liberia

von Stefanie Conrad

1993 musste Plan sich aus Liberia zurueckziehen, als Rebellenfuehrer und spaeterer Praesident Charles Taylor mit seinen Truppen in der toedlichen Operation Oktopus die Hauptstadt stuermte. Waehrend der zwei blutigen Bürgerkriege, die das Land von 1989 – 2003 zerstoerten, waren etwa 15.000 Kinder Teil der Truppen: als Soldat, Lastentraeger, Koch oder Sex-Sklavin fuer die Soldaten. Drei Jahre nach Ende des Krieges fing Plan mit Hilfe von Gross- und Einzelspenden wieder an in dem total zerstoerten Land zu arbeiten. Und dieses Jahr werden nun die ersten Patenkinder aufgenommen, um langfristrige Gemeindearbeit moeglich zu machen.

Meine Mission ist es, Plan Liberia dabei zu helfen, die Wiederaufnahme der Patenschaftsaktivitaeten zu planen. Die ersten beiden Gemeinden, aus denen Patenkinder aufgenommen werden sollen, liegen in Lofa County, einem Gebiet mit Grenzen nach Guinea und Sierra Leone, das am schlimmsten von den Kriegswirren betroffen war.


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