Unser Beitrag zur Projektplanung

von Bernardin Sourou Ahouansou N.

Liebe Freunde,

Über uns!!
Wir sind Kinder aus Atacora, einer Provinz im Nordosten von Benin und gehören zu den Kinder-Teams, die Feedback zur Entwicklung unserer Region geben. Unser Schwerpunkt ist die Umsetzung der Kinderrechte. Wir möchten Ihnen am Beispiel eines Projekts zeigen, wie wir uns für die Kinderrechte engagieren.

Tierzucht und Kinderrechte: Wo ist da die Verbindung??
Unsere Provinz gehört zu den ärmsten von Benin und eines unserer größten Probleme ist der Kinderhandel. Eltern schicken wohlgemeint aber unbedacht ihre Kinder in andere Teile des Landes oder auch ins Ausland, um Geld zu verdienen. Sie sollen dadurch die Lebensbedingungen ihrer Familien verbessern. Deshalb fallen fast täglich unsere Freunde Kinderhändlern in die Fänge, egal welche langfristigen Nachteile sich für ihr weiteres Leben ergeben.

Wir waren sehr besorgt darüber und überlegten, was wir gegen den Kinderhandel und die Ausbeutung der Kinder tun könnten. Natürlich bestand ein enger Zusammenhang dieses Problems mit der Armut unserer Eltern. Sie verdienen sehr wenig mit dem Verkauf ihrer Ernte und können damit kaum den Bedarf ihres Haushalts decken. Uns wurde klar, dass unsere Eltern nicht auf einen schlechten Handel wie diesen eingehen müssten, wenn sie ein besseres Einkommen hätten. Deshalb überzeugten wir Plan davon, unsere Familien bei der Zucht von Nutztieren zu unterstützen. Die Familien können auswählen, welche Tiere sie halten möchten: Ziegen, Schafe, Schweine, Kaninchen oder Geflügel.

Folgendes haben wir gemacht:
Als Erstes wollten wir die Dorfbewohner über ihre Einkünfte befragen. Ein Training von Plan über die Formulierung von Fragebögen und wie man sie auswertet war dabei sehr hilfreich. Danach gingen wir in kleinen Gruppen in die einzelnen Dörfer und interviewten die Familien. Sie begrüßten uns sehr herzlich und gaben uns alle Informationen, die wir benötigten. Die lokalen Behörden unterstützten uns, ebenso wie die Mitarbeiter von Plan. Sie halfen uns bei der Auswertung der Fragebögen, was gar nicht so einfach war, bei der Fülle an Information, die wir gesammelt hatten! Wir gruppierten die Haushalte nach dem Grad ihrer Armut und teilten sie Zuchtgruppen zu.

Und was hatten wir davon?
Wir erhielten einen Überblick über den Grad der Armut, dem unsere Freunde und ihre Familien gegenüberstehen. Die Einkommen sind teilweise so niedrig, dass die Eltern die Bedürfnisse ihrer Familien einfach nicht decken können. Es bleibt den Kindern deshalb nichts anderes übrig, als zu arbeiten und die Last der Familien mit zu tragen – was eindeutig ihre Wohlergehen langfristig behindert.

Was uns bevorsteht:
Die Arbeit der Zuchtgruppen zu überwachen und sicherzustellen, dass das Vieh geimpft und gut versorgt wird.

Unser Traum:
Wir sind sehr gespannt darauf zu sehen wie sich die Einkommen der Eltern verbessern und damit auch die Lebensbedingungen der Kinder. Nur dann können wir stolz darauf sein, in unserer Region etwas gegen Kinderhandel getan zu haben, aber auch gegen frühe Heirat und Armut.

Nekima (15) und Dominique (16)

P.S. Informationen zu Kinderhandel, Kinderheirat und andere Themen finden Sie in der Mediathek von Plan.



Die letzten Artikel von Bernardin Sourou Ahouansou N.:





 
 
 


Kommentar abgeben: