Monatsarchiv für Januar 2009

 
 

Slow Way Down

von May Evers

Florian Rolke reist von Hamburg nach Kapstadt und sammelt damit Spenden für das HIV/Aids-Projekt von Plan in Uganda. Auf einer 3,5 PS starken Simson Schwalbe mit 60 km/h Höchstgeschwindigkeit braust er über den afrikanischen Kontinent. Hier ein Auszug aus seinem Blog und ein paar seiner Fotos:

Nach einem Ruhetag mache ich mich auf den Weg nach Äthiopien. In der Stadt (Khartoum in Sudan) ist der Verkehr relativ ruhig, da heute der erste einer ganzen Reihe von Feiertagen in der muslimischen Welt ist. Dafür herrscht auf der Überlandverbindung nach Gedaref umso mehr Verkehr. Die Menschen nutzen die freien Tage, um aufs Land zu reisen. Die vielen Busse und Kleinbusse werden von der Polizei am Ortsausgang angehalten und zu einem Konvoi gebündelt. Auf diese Weise will man die Bus-Unfälle auf dieser Strecke verringern. Als ich etwa siebzig Kilometer außerhalb von Khartoum eine Pause einlege, werde ich von einem solchen Konvoi überholt. Ich zähle 100 Busse, die dicht an dicht hintereinander durch die Landschaft rasen. Auf den nächsten Kilometern komme ich dann an fünf Bussen vorbei, die gerade erst heftige Unfälle hatten. Eines der Wracks steht lichterloh in Flammen. Wenn diese Unfallvermeidungs-Strategie tatsächlich aufgeht, möchte ich nicht wissen, wie viele Unfälle hier ohne Konvoi passieren.


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Unser Beitrag zur Projektplanung

von Bernardin Sourou Ahouansou N.

Liebe Freunde,

Über uns!!
Wir sind Kinder aus Atacora, einer Provinz im Nordosten von Benin und gehören zu den Kinder-Teams, die Feedback zur Entwicklung unserer Region geben. Unser Schwerpunkt ist die Umsetzung der Kinderrechte. Wir möchten Ihnen am Beispiel eines Projekts zeigen, wie wir uns für die Kinderrechte engagieren.

Tierzucht und Kinderrechte: Wo ist da die Verbindung??
Unsere Provinz gehört zu den ärmsten von Benin und eines unserer größten Probleme ist der Kinderhandel. Eltern schicken wohlgemeint aber unbedacht ihre Kinder in andere Teile des Landes oder auch ins Ausland, um Geld zu verdienen. Sie sollen dadurch die Lebensbedingungen ihrer Familien verbessern. Deshalb fallen fast täglich unsere Freunde Kinderhändlern in die Fänge, egal welche langfristigen Nachteile sich für ihr weiteres Leben ergeben.


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Babys, Muttermilch und Wellen

von Matthias Wevelsiep

Kürzlich war ich in Senegal und habe dort Aly kennengelernt, als ich ihn nach dem Weg gefragt habe. Er sei gerade Vater geworden, erzählte mir Aly auf einer Seitenstrasse in Dakar, und da auch in meiner Familie ein Baby erwartet wurde, lud er mich spontan auf einen Drink ein.

Dabei erzählte er mir von folgender Tradition: Sein Baby heiße noch “Fremder”, weil es den Namen erst bei der Namensfeier bekomme. Er sei gerade am Ozean gewesen und habe ein bisschen Muttermilch in die Wellen tropfen lassen, damit die Welt gut auf sein Baby aufpasse.

Was können wir gegen Armut tun?

von Rafael Armando Rodriguez

Eine der größten, und wahrscheinlich auch die Wurzel aller Herausforderungen, ist die Beseitigung der Armut. Um das zu erreichen, brauchen wir Strategien und konkrete Maßnahmen: die Entwicklung spezifischer Projekte, die den Menschen dabei helfen, dieses Problem zu lösen.

Aber welche Art von Projekt sollte das sein? Der Bau von Klassenräumen, Schulzentren, Kindertagesstätten oder der Bau von Wasser-Systemen, Latrinen, etc.? Wir könnten die verschiedenen Arten von Infrastruktur, die wir unterstützen endlos aufzählen.


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