Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

Das harte Schicksal der Talibé Kinder im Senegal

von Alice Behrendt

Armut gibt es ueberall. Sie hat viele Gesichter. Im Senegal begegnet sie mir jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit. In Form vieler Haende, die sich mir hinstrecken, in der Hoffnung, dass ich etwas Geld, ein paar Zuckerwuerfel oder irgendetwas anderes zu essen gebe. Die Kinder, die zu den Haenden gehoeren, haben gemeinsam, dass sie unglaublich schmutzig sind, zerrissene Kleidung tragen und entweder barfuss laufen oder in den Ueberresten von Plastiksandalen. Viele von ihnen haben Hautkrankheiten und Wunden. Es sind nur Jungen zwischen 4 und 18 Jahren, die Tag und Nacht durch die Strassen ziehen, um zu betteln, zu stehlen oder auf der Suche nach einer Bleibe.


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Blog Action Day 2008: Kinderarmut

von Stefanie Conrad

“Die aermsten Kinder sind die, die ohne Schuhe in die Schule kommen”, haben mir die Jungs und Maedchen aus dem Dorf in der naehe von Sokodé gesagt. Wenn man sich mit den Kindern ohne Schuhe unterhaelt, versteht man, wie sich ihre Armut anfuehlt.

Da ist zuerst einmal ganz grosse Scham. “Ich warte nur auf den Tag, an dem ich an der Reihe bin”, erzaehlt mir ein kleines Maedchen, dessen kakifarbene Schuluniform ein paar Nummern zu gross von ihren mageren Schultern haengt. “An der Reihe?”, frage ich und erfahre, dass die aermeren Kinder oft gnadenlos dem Spott der anderen ausgeliefert sind, so schlimm, das sie sich zu allerletzt nicht mehr in die Schule trauen. Ein Junge erzaehlt mir, dass er eines Tages einfach nicht mehr hingegangen ist “die haben mich immer den Opa der 3. Klasse genannt. Ich habe zweimal ein Jahr versaeumt, weil meine Eltern nicht mehr bezahlen konnten. Die anderen Kinder haben mir gemeine Namen gegeben und mich zu mehreren verpruegelt. Da hab ich’s nicht mehr ausgehalten”. In Togo ist Schule zwar theoretisch gebuehrenfrei – aber praktisch gibt es sogenannte “Parallelkosten”, die ueber Uniform und Buecher auch mal einen Anteil fuer die Benzinkosten des Regionalen Schulinspektors einbehalten, damit er seinen Job ueberhaupt ausueben kann.


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Der Ramadan ist vorbei

von Alice Behrendt

Nun ist er mal wieder vorbei, der Fastenmonat unserer muslimischen Kollegen. Ueber einen Monat wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken.  Im Senegal, wo ueber 95 % der Bevoelkerung muslimisch ist, bedeutet es, dass das gesamte Land in einen anderen Rhythmus verfaellt. Tagsueber werden alle Aktivitaeten auf das Notwendigste reduziert, die meisten Restaurants haben geschlossen und gegen Abend werden unglaubliche Nahrungsmengen zubereitet und ueber die Nachtstunden hinweg verzehrt. Wie jedes Jahr habe ich meine Kollegen bewundert, die es schaffen, bei ueber 30 Grad und einer gewaltigen Luftfeuchtigkeit den ganzen Tag nichts zu trinken!

Am Dienstag, kurz vor Ende des Ramadan, richten alle ihre Augen gespannt zum Mond: Je nach seinem Stand, wird der Fastenmonat dieses Jahr am Mittwoch oder am Donnerstag beendet. Da es jedoch unterschiedliche islamische Bruederschaften im Senegal gibt, gibt es auch unterschiedliche Meinungen, wann der Ramadan beendet werden muss. Entsprechend feiern einige am Mittwoch, einige am Donnerstag, und alle freuen sich ueber die zusaetzlichen freien Tage.


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Meine Zeit in Ruanda geht zu Ende … :-(

von Linda Raftree

Die Gruppe setzte heute ihre Arbeit and den verschiedenen “Produkten” fort. Chaka’s Gruppe wird bis Mittwoch die Landkarte der Gemeinde fertig haben. Sie bereiten ihre Karte symbolisch auf, es sieht richtig interessant aus. Man sieht Darstellungen der drei Lebensstile, die in der Region auftreten – die ‘puristische’, die teilweise Entwickelten und das städtische Leben. Diese werden in einer Landkarte kombiniert.

Die Theatergruppe hatte eine Kostümprobe. Wir hatten eigentlich geplant, es zu filmen, aber am Nachmittag kam ein riesengroßer Regensturm, also konnten wir unmöglich zum Filmen rausgehen. Der Regensturm überschwemmte auch mein Hotelzimmer!

Morgen ist mein letzter Tag hier…
Wir haben die Musikanlage im Innenhof des Hotels aufgebaut und hatten am Abend eine große Abschiedsparty. Wir machten viele Fotos. Die Leute gingen herum und sagten einander nette Dinge, wie zum Beispiel wie toll es war zusammen zu arbeiten. Es war eine richtig nette Zeit. Ich bin sehr traurig, dass ich gehen muss!


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