Monatsarchiv für August 2008

 
 

Zweiter Trainingstag in Ruanda

von Linda Raftree

Kinder in Ruanda

Heute ist in Ruanda ein Feiertag, daher habe ich lange geschlafen und hatte etwas Zeit, einige andere Aufgaben nachzuholen. Ich habe letzte Nacht gut geschlafen, hatte aber eine erste nächtliche Begegnung mit einer Mücke. …ärgerlich, wie sie einem ins Ohr sirren. Und ich habe kürzlich aufgehört Malariatabletten zu nehmen… aber ich gehe mal davon aus, dass eine einzelne Mücke nicht schaden wird. Dennoch, ich werde sehen, wie es in Gatsibo ist.

Gestern Abend gingen wir zur Bank, um den Scheck für das Training in den nächsten drei Wochen einzulösen. Wir standen – ich scherze nicht – zwei volle Stunden in der Schlange. Es müssen hundert Leute vor uns in der Schlange gestanden haben, der Raum war völlig überfüllt.


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Vorbereitungen

von Linda Raftree

Mädchen in Ruanda

Letzte Nacht konnte ich wegen des Jetlags nicht schlafen, daher war ich heute wirklich müde. Aber der Workshop und die Partner waren so, so, so gut, dass es mich aufrecht gehalten hat.

Wir haben um 09:00 Uhr angefangen und gedauert hat es bis 16:30 Uhr. Es waren etliche Leute da, einschließlich Bernard, Jacques und Oliver, drei junge Kerle die im Maison de Jeunes mit Video arbeiten; Musafari und Patrick von PAJER, eine Jugendparlament-Organisation; Nandita und Amina von der Theatergruppe “Never Again”; der Maler Chacka; Genevieve und Edison aus dem Plan Programmbüro; als Übersetzer waren Joseph und Jean Baptiste von der Ruanda Universität da; und Isaac, Chrystel und ich.

Es gab viele Diskussionen über das Projekt, die Art und Weise wie mit Jugendlichen gearbeitet werden kann, Moderation vs. Training etc. Es war sehr klar, dass wir alle einer Meinung sind wenn es darum geht, wie man mit Jugendlichen arbeitet und wie sich das Projekt entwickeln könnte. Ich bin so aufgeregt. Die Partner sprachen schon an, wie wir es uns genau vorstellen, aber wir sollten abwarten, was die Jugendlichen dazu sagen / darüber denken. Sie sprechen darüber, wie das Projekt am Leben erhalten, fortgesetzt und unterstützt werden kann, falls die Jugendlichen sich entscheiden einen Jugendverband im Bezirk zu gründen.

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Zwischen Herz und Erde – Entre el Corazón y la Tierra

von May Evers

Dieses Video von Plan Kolumbien beschreibt die Situation der Menschen, die durch den Konflikt gezwungen sind, ihr Heimatdorf zu verlassen.

Der erste Arbeitstag in Ruanda

von Linda Raftree

Ah, nichts ist schöner, als nach einem langen Arbeitstag nach Hause zu kommen und ein kühles Bier zu trinken, während man den Blog auf den neuesten Stand bringt!

Ich war total pünktlich in Ruanda angekommen, ohne Haken und Ösen. Mein gesamtes Gepäck war da, es gab keine Probleme mit dem Zoll und keine verspäteten Flüge. Das ist bestimmt Grund genug zu feiern. Aber ich war leicht erkältet und fühlte mich deshalb auf der ganzen Reise narkoleptisch – ich schlief ständig wahllos ein… im Taxi auf dem Weg zum Flughafen, beim Warten auf den Flug, im Flieger tagsüber, die ganze Nacht durch, usw. Als ich endlich in Ruanda ankam (nach Zwischenlandungen in Washington DC, Rom, Addis Abeba), war ich immer noch erschöpft. Also machte ich ein Nickerchen, aß Abendbrot, checkte meine E-Mails, wusch ein paar Kleider im Waschbecken (das Equipment nahm sehr viel Platz in meinem Koffer ein, da blieb nicht viel für Kleidung übrig!) und ging danach ins Bett.

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Der letzte Tag im Senegal

von Linda Raftree

Heute war unser letzter Tag im Senegal und wir hatten geplant, etwas mit Aissatou zu unternehmen. Sie ist eines der Mädchen, das 2004 zu der US Jugend-Konferenz gekommen war. Wir fuhren mit einem Taxi in die Innenstadt und schlenderten eine Weile mit ihr umher und gingen dann ins Dakar Museum, was ziemlich cool war. Dort gibt es viele Statuen, Masken und Schnitzarbeiten, die von den Menschen in Westafrika für verschiedene rituelle Zeremonien verwendet werden. Die meisten dieser Zeremonien und Schnitzereien betreffen Initiationsriten für Mädchen (u.a. Genitalverstümmelung) und Jungen (u.a. Beschneidung) und Fruchtbarkeitsriten. Aissatou erzählte mir, dass die Beschneidung von Mädchen heutzutage illegal ist, aber von vielen Leuten im Süden des Senegal immer noch praktiziert wird und dass es sehr gefährlich ist. Die Leute denken, dass Mädchen und Jungen nicht verheiratet werden können, wenn sie nicht beschnitten sind oder die Initiationszeremonien nicht durchlaufen hätten. Ich kenne diese Problematik auch durch meine Arbeit, wo wir (Plan) durch Aufklärung versuchen Gemeinden zu mobilisieren und die Frauen unterstützen, die ihre Töchter nicht beschneiden lassen. Es ist aber sehr schwierig, solche Dinge zu verändern.


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