Der grüne Saum der Philippinen
von Oliver Basu Mallick
Mangroven sind der Schutzmantel einer Insel. Mit ihrem dichten Wurzelwerk sichern sie die pazifischen Inseln vor der Wucht der Wellen und sind unverzichtbar für das komplexe Ökosystem der Region. Mangrovenwälder sind der “Kindergarten” für viele Jungfische, die zwischen den Wurzeln der Bäume Schutz finden. Außerdem reinigen die Mangroven die Küstengewässer von Schadstoffen.
Siedlungsdruck oder illegale Rodungen der Mangroven sind nur ein Grund für die Vernichtung dieses wichtigen Ökosystems in den Philippinen. Der Anstieg des Meeresspiegels, zunehmende Wasser- und Lufttemperaturen und höhere Wellen bei Stürmen gehören zu den weiteren Gründen, die für die Mangroven einen existenzbedrohenden Stress bedeuten. Sie werden in höher gelegene Gebiete zurückgedrängt, wenn dazu die Möglichkeit besteht. Denn in der Regel ist dieser Raum das Kernsiedlungsgebiet der Küstenbewohner. Die Zerstörung der schützenden Mangroven und Riffe bedeutete aber, dass die flachen Küstenstreifen der ganzen Wucht der Stürme ausgesetzt sind. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen sind dann die Folge.
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