Mädchen ja! Warum nicht wir??
von Bernardin Sourou Ahouansou N.Atacora, eine der ärmsten Regionen in Benin, ist das zweite Programmgebiet von Plan in diesem westafrikanischen Land. Hier gibt es neun Kommunen, sehr reich an Kulturen und attraktiven Landschaften. Plan arbeitet hier seit August 2006.
Sicher wissen Sie, dass Patenschaften die Grundlage der Arbeit von Plan sind. Deswegen mussten wir erst Kinder auswählen bevor wir mit der Projektarbeit beginnen konnten. Sie können sich sicher auch denken, dass nicht alle armen Kinder der Welt in den Genuss einer Patenschaft kommen können. Für uns war es deshalb nicht leicht die 800 Patenkinder aus so vielen Dörfern auszuwählen.
Später und nach vielen Überlegungen haben wir uns entschlossen, nur Mädchen zu auszuwählen. Und das war das Problem!
Trotz der vielen Erklärungen fanden Jungen und Familien ohne Mädchen es unfair, dass sie und ihre Söhne nict aufgenommen wurden.
Tatsächlich ist Atacora die beninische Provinz, wo nur sehr wenige Mädchen die Grundschule beenden. Es ist als ob sie nur für Markt, Haushalt, Feldarbeit, Zwangsheirat und frühe Schwangerschaften bestimmt wären. Eine Bemühung, dieses Schicksal umzukehren, liegt also darin, vier- bis zwölfjährige Mädchen besonders zu unterstützen, damit sie zur Schule gehen und diese auch erfolgreich abschließen können.
Glücklicherweise haben alle Familien die Bedeutung dieses Punktes verstanden und seitdem akzeptieren sie ihn auch. Von Kindern gegründete Komitees (mit einer großen Zahl von Jungen) wählen unter den Gleichaltrigen die Patenkinder aus. Heutzutage nehmen alle diese Kinder (Patenkinder, Mädchen, Jungen) zusammen an mehreren Kinderclubs teil. Sie helfen den Ehrenamtlichen in den Gemeinden Patenbriefe zu schreiben und setzen sich gemeinsam für den Erfolg der Projekte ein.
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- Unser Beitrag zur Projektplanung - 09.01.2009








22. April 2008 um 16:48
Gibt es nicht auch Paten, die besonders gerne einen kleine Jungen unterstützen möchten? Natürlich finde ich es gut und richtig Mädchen zu unterstützen und darauf einen Schwerpunkt zu setzen, aber es soll auch kein Neid entstehen, wenn Jungen überhaupt keine Chance auf einen Paten haben. Schließlich freuen sich alle Kinder über Post oder Geschenke vom Paten. Und es ist / wäre auch ein Zeichen von gleicher Behandlung / Gleichberechtigung.
23. April 2008 um 09:45
Liebe Suse,
Es gibt Paten, die bevorzugt einen Jungen unterstützen möchten.
Du hast vollkommen Recht mit deinem Punkt. Darum achten wir bei der Arbeit mit den Gemeinden darauf, dass sowohl Mädchen als auch Jungen gleichermaßen unterstützt werden, da wir der Meinnug sind, dass nachhaltige Entwicklung nur mit beiden Geschlechtern möglich ist. Es gibt allerdings Regionen, wie Atacora in Benin, wo Mädchen sehr stark benachteiligt sind. Hier ist deshalb die besondere Förderung der Mädchen gefragt — mit Einbeziehung der Jungs.