Monatsarchiv für April 2008

 
 

Politische Einflussnahme

von Stefanie Conrad

Stefanie Conrad und die senegalesischen AbgeordnetenKuerzlich fragte mich einer meiner Freunde, was ich denn nun eigentlich wirklich hier im Regionalbuero im Senegal mache. Das waere eine ziemlich lange Antwort, da der Begriff “Advocacy” in Deutschland nicht so bekannt ist.

“Advocacy” oder politische Einflussnahme ist ein Arbeitsgebiet, das fuer Plan relativ neu ist. Klar, haben wir seit Sozialministerin von Sierra Leone, Mariatu Bangura, unterzeichnet die Petition anläßlich der Veröffentlichung des Mädchenberichts von PlanJahren mit Gemeindepolitikern zusammengearbeitet. Hier in Westafrika sind the Gemeinde-Entwicklungs-Komitees meist politisch gewaehlte Einheiten. Und die Arbeit mit Ministerien, um nationale Gesundheits-, Kinderschutz- und Bildungsprogramme zu entwickeln, ist unser taeglich Brot. Denn wir sind natuerlich zum einen darauf angewiesen, im legalen Rahmen zu arbeiten, zum anderen wollen wir sicher gehen, dass alle unsere Erfahrungen aus der Projektarbeit in die nationalen Entwicklungsprogramme einfliessen.


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Mädchen ja! Warum nicht wir??

von Bernardin Sourou Ahouansou N.

Atacora, eine der ärmsten Regionen in Benin, ist das zweite Programmgebiet von Plan in diesem westafrikanischen Land. Hier gibt es neun Kommunen, sehr reich an Kulturen und attraktiven Landschaften. Plan arbeitet hier seit August 2006.

Jungen in Benin: “Warum nicht wir?”Sicher wissen Sie, dass Patenschaften die Grundlage der Arbeit von Plan sind. Deswegen mussten wir erst Kinder auswählen bevor wir mit der Projektarbeit beginnen konnten. Sie können sich sicher auch denken, dass nicht alle armen Kinder der Welt in den Genuss einer Patenschaft kommen können. Für uns war es deshalb nicht leicht die 800 Patenkinder aus so vielen Dörfern auszuwählen.

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In Flip Flops kann man doch wandern

von Oliver Basu Mallick

Mangyan JungeWir sind auf dem Weg zu einem Dorf der Mangyan, um den Fortschritt eines Projektes zu begutachten. Ein neuer Pfad ist durch den Tropenwald zu dem Dorf geschlagen worden. Er ist kürzer als der alte, statt neun Mal muss man nun nur drei Mal einen Fluss durchqueren. Dafür steigt der Weg steiler an.

Der FlussDie Mangyan sind die indigene Bevölkerung auf Mindoro, der siebtgrößten Insel der Philippinen. Sie leben in den Bergen, weit ab von den Siedlungen der „Flachländer“. So werden die Filipinos genannt, die in den größeren Dörfern und Städten leben. In ihren abgelegenen Siedlungen schaffen die Mangyan es (noch), ihre Traditionen weiter zu leben. Aber ihre kulturelle Eigenständigkeit ist bedroht. Geologen vermuten umfangreiche Bodenschätze in ihren Gebieten. Dies ist sicherlich nur ein Grund, weshalb sie seit Jahren verzweifelt um ihre Landrechte kämpfen.


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Olympische Gedanken

von Matthias Wevelsiep

OlympicDa ja nun die olympische Fackel in der “Reise der Harmonie” um die Welt wandert, scheint sie in fast allen Ländern gemischte Gefühle hervorzurufen – ebenso wie lautstarke Proteste. Wir arbeiten in vielen dieser Länder mit der Zivilgesellschaft und sind mit der grundlegenden Frage konfrontiert: Wie Veränderung und Respekt für Kinderrechte am besten zu erreichen sind. Zum einen sehen wir in unserer Arbeit oft die positiven Aspekte von Sport und Entwicklung, zum Beispiel Teamgeist unbd Solidarität. Der olympische Gedanke lebt in diesen Projekten, zum Beispiel in Fußball-Projekten in Kamerun.

Fußballspiel in KamerunWir müssen aber auch mit den Schwierigkeiten, die restriktive Gesellschaften mit sich bringen, umgehen - zum Beispiel in China, Simbabwe, Sudan. Diese werden einem durch den Fackellauf wieder einmal bewusst, wenn man zum Beispiel an Kinderrechte in Tibet denkt. Olympia schafft Veränderung – welche und auf welche Weise werden wir in den nächsten Monaten sehen.   

Das andere Kolumbien

von Matthias Wevelsiep

Gesichter schauen mich an, wenn ich das glitzernde und aufpolierte Bankenviertel Bogotás verlasse – gesprühte Gesichter, die mir von den vielen Seiten Kolumbiens erzählen. Nicht die Bürgerkriegs-Gesellschaft, nicht das Land der traurigen Rekorde – Ungleichheit, Entführungen und Drogen. Nein, es ist das hoffende Kolumbien, das sich in Millionen von Menschen ausdrückt um für Frieden zu demonstrieren. Und es ist das kreative Kolumbien, das das hoffende mit dem traurigen Kolumbien in Street–Graffiti verbindet.  

Graffiti in Bogotá    Graffiti in Bogotá    Graffiti in Bogotá   Graffiti in Bogotá    Graffiti in Bogotá

Das Lama der Freiheit

von Patricia Melendez

Ein LamaNach einigen Jahren kehre ich in meine alte Heimat zurück. Dieses Mal bin ich aber nicht allein, mein Mann aus Deutschland ist mit dabei. Er ist noch nie zuvor in Südamerika gewesen. Peru, bestens bekannt als das Herz des Inkareiches, ist das erste südamerikanische Land, das er besucht.
Wir verbringen einige Tage in Lima. Diese große, chaotische Stadt ist nicht nur die Hauptstadt von Peru, sondern auch mit ihren fast zehn Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Übrigens: Hier bin ich geboren.

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